Fahrverbot für Fahrradfahrer

Alkohol am Lenker

Wer kennt es nicht? Eine Party steht an und man denkt: “Da lasse ich das Auto lieber stehen und fahre einfach mit dem Fahrrad dorthin und spare mir das Taxigeld” Das kann sehr nach hinten losgehen, wenn man auf dem Heimweg dann in eine Polizeikontrolle gerät, oder gar einen Unfall verursacht.

Fahrradfahrer im  Biergarten

Quelle: ADFC/Marcus Gloger


Wer mit dem Fahrrad fährt muss aufpassen. Seit Mitte letztes Jahr, wurde das erste Fahrverbot für Fahrradfahrer rechtskräftig. Ein Mann aus Münster war mit zwei Promille Alkohol im Blut bei einer Verkehrskontrolle erwischt worden. Die Stadt Münster verhängte daraufhin ein Fahrverbot für den betrunkenen Radler.

MPU (Medizinisch Psychologische Untersuchung) auch für Fahrradfahrer

Ist einem erstmal die Fahrerlaubnis für das Fahrrad entzogen worden, muss der Verkehrsteilnemer eine MPU erfolgreich absolvieren, um wieder auf das Fahrrad zu steigen. Der Autoführerschein ist dann erst recht erstmal weg.

Promillegrenze für Fahrradfahrer

Wenn man auf dem Fahrrad unterwegs ist und beispielsweise Schlangenlinien fährt, oder gegen die Verkehrsregeln verstößt und andere Verkehrsteilnehmer gefährdet, muss schon mit dem Entzug der Fahrerlaubnis rechnen.
Richtig ernst wird es auf jeden Fall ab einem Blutalkoholwert von 1,6 Promille, denn dann bewegt man sich im Straftatsbereich und das auch ohne Gefährdung anderer oder einem Unfall. Es droht nicht nur ein Fahrverbot für Radfahrer, sondern eine Strafanzeige, ein Ermittlungsverfahren und eine Gerichtsverhandung. Es gibt punkte in Flensburg und eine ordentliche Geldstrafe (ein bis zwei Monatsgehälter plus Verfahrenskosten). In Ausnahmefällen kann es sogar zu einem Jahr Haft kommen. Der Führerschein ist dann auf jeden Fall weg und kann nur durch die MPU wiedererlangt werden. Da kommen je nach dem wie man sich anstellt nochmal 2000 – 3000 Euro auf einen zu.

Die Kosten und der Ablauf

Auf eine MPU sollte man sich gründlich vorbereiten, denn die Gutachter kennen ihre Pappenheimer schon längst und werden nicht einfach glauben, dass es nicht wieder vorkommen wird. Es sollte ein Alkoholscreening vorgenommen werden, das beweist wie lange man schon Alkoholfrei lebt. So ein Screening kostet für 6 Monate etwa 250 Euro und für 12 Monate 380 Euro.
Die Gutachter erwarten, dass sich der Verkehrsteilnehmer mit seinem Alkoholmissbrauch auseinander gesetzt hat. Das kann man mit einer Teilnahme einer MPU-Vorbereitung dann sich bescheinigen lassen. das kostet je nach Anbieter 1000 – 1500 Euro. Vorsicht bei Anbietern, die versprechen einen in jedem Fall durch zu bringen.
Tja und die MPU selbst kostet dann nochmal 383,18 Euro – in Verbindung mit der Einnahme von Drogen sogar 724,12 Euro.
Velovillage empfiehlt daher beim nächsten Reggaekonzert das Fahrrad stehen zu lassen, oder nüchtern zu bleiben.

Ride on

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