Pedelec-Antriebe von Bosch bergen Gefahr

Bei den Pedelec-Antrieben von Bosch der ersten Generation (Classic+ Line) kann es laut Hersteller zu Problemen und Verletzungsgefahr kommen. Wer solch ein schadhaftes Getriebe hat, kann es in einer Service-Aktion von Bosch austauschen lassen. Unverständlich ist, dass Bosch diese Getriebe nicht vorsorglich zurückruft, sondern lediglich umtauscht, wenn die Probleme bereits aufgetaucht sind.
Der Defekt kann unter Umständen zu schweren Verletzungen durch Stürze oder Zusammenstößen führen.

Es fühlt sich an wie ein plötzlicher Kettenriss

Da Pedelecs keine reinen E-Bikes sind, muss der Fahrer weiterhin in die Pedale treten, um vorwärts zu kommen. Da liegt die Gefahr. Bei den Classic+ Line Pedelec-Antrieben kann es passieren, dass es sich anfühlt, wie ein Kettenriss. Der Antrieb rutscht durch, wie bei einem Leerlauf, wie Bosch bereits in einem Info-Blatt für Fachhändler bestätigte. Wem schon mal die Kette gerissen ist, der weiß wie gefährlich das sein kann. Wenn die ganze Trittkraft plötzlich ins Leere geht, kann man schnell die Kontrolle über das Fahrrad verlieren.

Das Schmiermittel ist das Problem

Die Mechanik des Pedelec-Antriebs wird durch das verwendete Schmiermittel gestört. Es wird verwendet, um die Beweglichkeit mechanischer Teile zu ermöglichen. In den Classic+ Line Antrieben beeinträchtigt es aber die Funktion. So kann es nach einer Tretpause dazu kommen, dass die Mechanik erst verzögert wieder greift. Das kann nur ein kurzer Moment sein, aber auch mehrere Umdrehungen sind im schlimmsten Fall möglich. Das ist besonders fatal, wenn man bei Steigungen aufsteht und mit ganzer Körperkraft in die Pedale treten möchte. Selbst Radfahr-Profis wären in einer solchen Situation überfordert.

Bosch empfiehlt Fachhändlern den Austausch nur bei Kundenreklamationen

Laut Stiftung Warentest sollen Fachhändler auf Empfehlung von Bosch erst bei berechtigten Reklamationen (plötzlicher Leerlauf) aktiv werden. Das kann gefährlich werden. Als Besitzer eines solchen Pedelec Antriebs sollte man auf Knackgeräusche oder ruckeln achten. Wenn man so etwas spürt kann man sich unter der E-Mail Adresse contact@bosch-ebike.com nach der nächstgelegenen Vertretung für Bosch Pedelecs erkundigen.

Folgende Modelle beim E-Bike-Test von Test.de waren betroffen:

  • Giant Twist Elegance C1 28
  • Kreidler Vitality Elite VE 3
  • KTM Macina Eight
  • Pegasus Premio E8
  • Sinus B3- 8-G Nexus
  • Stevens E-Courier SX
  • 5 – 10 Tage Wartezeit

    Laut Bosch müssen Kunden etwa fünf bis zehn Tage Wartezeit für den Austausch der Classic+ Line Antriebe rechnen. In den Spitzen der Fahrradsaison kann es auch mal länger dauern. Die Kosten für den Austausch werden dann aber komplett von Bosch übernommen. DieAustausch-Akrtion ist aber erstmal befristet bis Ende 2016.

    Schmerzensgeld bei einem Schadenfall

    Laut Test.de kann man im Falle einer Verletzung durch ein durchrutschendes Getriebe bei Bosch etwaige Behandlungskosten und ein angemessenes Schmerzensgeld verlangen. Aus Sicht von Test.de ist das Durchrutschen ein klarer Konstruktionsfehler. Technische Geräte aller Art müssen aber so konstruiert werden, dass von ihnen keine Gefahr ausgeht.

    Fazit

    Ein schaler Beigeschmack bleibt dennoch, wenn man ein Getriebe dieser Bauart in seinem Pedelec verbaut bekommen hat. Ich persönlich könnte mit dem Wissen nicht mehr aufstehen und fest in die Pedale treten. Man weiß ja nie wann es passiert und ob es passiert. Also seid wachsam und bringt es zu eurem zuständigen Bosch-Vertretung wenn ihr Anzeichen von Leerlauf verspürt. Man möcht sich gar nicht ausmalen, was passieren kann, wenn man auf einer Anhöhe ins Schlenkern gerät und zufällig dann ein Auto oder gar ein Lkw vorbeifährt.

    Quelle: Test.de

    Winterreifen für das Fahrrad – Ist das Pflicht?

    Winterreifen für das Fahrrad sind noch keine Pflicht. Dennoch liegt auf der Hand, dass es mit der richtigen Bereifung sicherer zugeht im Winter.

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    Montage eines Winterreifens
    Quelle: www.pd-f.de / Kay Tkatzik

    Von O (Oktober) bis O (Ostern): Diese Eselsbrücke empfiehlt Autofahrern den Einsatzzeitraum von Winterreifen. Radfahrern stellt sich in der kalten Jahreszeit die Frage, ob auch ihr Untersatz spezielle Winterbereifung benötigt. Der pressedienst-fahrrad hat recherchiert.

    Welche Reifen sind Wintertauglich

    Immer mehr Radfahrer treten auch in der kalten Jahreszeit ins Pedal. Nässe, Schnee und Glatteis stellen dann besondere Herausforderungen an Mensch und Material, insbesondere an die Reifen.
    Zum einem neuen Satz Winterreifen für das Fahrrad rät Gunnar Fehlau, Leiter des pressedienst-fahrrad, vor allem denen, die im Sommer auf schmalen, glatten Reifen unterwegs sind. „Mit einem breiten, gut profilierten Touren- oder Trekkingreifen kommen Gelegenheitsradler ganz gut durch den Winter, auch wenn der Radweg mal nicht geräumt ist.“ Den Kauf eines neuen, breiteren und griffigeren Pneus unternehme man am besten im Fachhandel, rät Mario Moeschler vom Traditionshersteller Hercules. „Denn ein Reifen in neuer Breite muss zur Felge, in den Fahrradrahmen und schleiffrei unters Schutzblech passen.“ Hier steht einem der Fachmann mit routiniertem Blick und einer ganzen Palette an wintertauglichen Modellen sowie reinen Winterreifen zur Seite.

    Spikes für den bedingungslosen Wintereinsatz

    „Alltagsradlern, die sich weder durch Schnee noch durch Glatteis schrecken lassen und die den Winter durchradeln, würden Fachhändler mit ziemlicher Sicherheit zu Reifenmodellen wie unserem Marathon Winter raten“, ist sich René Marks, Produktmanager beim deutschen Fahrradreifenspezialisten Schwalbe, sicher. Dieser Winterreifen (51,90 Euro) verfügt über griffige Spikes aus Hartmetall und eine für kühlere Temperaturen optimierte Gummimischung. Letzteres ist vom Autoreifen bekannt, Spikes hingegen sind in Deutschland nur am Fahrrad erlaubt. „Die harten Metallstifte bohren sich souverän ins Glatteis und gewährleisten sicheren Grip und ordentlich Traktion“, versichert Marks. Ein weiterer Clou des Reifens ist die Anordnung der Spikes. Diese berühren nämlich erst bei abgesenktem Luftdruck den Boden im vollen Umfang.

    Im Winter lieber etwas weniger Luft im Fahrradreifen

    „Übrigens empfiehlt es sich für alle Reifen, im Wintereinsatz etwas Luft abzulassen. Dadurch erhöht sich die Auflagefläche und physikalischen Gesetzen folgend auch Traktion und Grip des Reifens“, so Marks weiter. Als Orientierung gilt der auf der Reifenflanke angegebenen Minimaldruck. Den „Marathon Winter“ fährt man auf vom Schnee und Eis befreiten Straßen hingegen gewohnt nah des ebenfalls angegebenen Maximaldrucks. Das schont die Spikes und senkt den Geräuschpegel des auf Asphalt surrenden Metalls.
    Übrigens: „Da Spikereifen am Fahrrad erlaubt sind, profitieren auch E-Bike-Piloten vom Plus an Sicherheit auf Schnee und Eis, vorausgesetzt es handelt sich beim Velo um ein Pedelec mit einer Motorunterstützung bis 25 km/h“, ergänzt Kurt Schär, Geschäftsführer vom schweizerischen E-Bike-Hersteller Flyer.

    Mehr Spikes, mehr Grip, weniger Alltag

    Neben alltagstauglichen Spikereifen wie dem „Marathon Winter“ sind auch Modelle mit einer weitaus höheren Anzahl an Spikes erhältlich. So thronen bei Schwalbes „Ice Spiker Pro“ (94,90 Euro) 361 Spikes auf groben Stollen. „Dieses Modell verzahnt sich bedingungslos und permanent mit eisglatten Flächen und ist für den sportlichen Einsatz am Mountainbike konzipiert“, erläutert Schwalbe-Mann Marks. Im Alltag eignen sich diese Reifen jedoch lediglich für das auf Schnee und Eis getrimmte Zweitrad, zu groß wären Rollwiderstand und Geräuschentwicklung auf Asphalt.

    Velo mit Schneeschuhen

    Doch nicht nur Spikereifen machen aus Fahrrädern Wintersportgeräte.

    dicke Winterreifen für das Fahrrad

    Dicke Reifen
    Quelle: www.pd-f.de / messe-friedrichshafen / eurobike

    Wem Schneeschuhwandern zu langweilig ist, kann dies auch auf dem Fahrrad, oder besser: dem Fatbike erleben. Diese noch junge Spielart des Gelände- und Expeditionsrades rollt auf richtig breiten Reifen daher. „Bis zu 4,8 Zoll messen die Schlappen. Das ist das Doppelte eines MTB-Reifens der breiteren Art“, erklärt Stefan Stiener von Velotraum, der für 2014 mit dem Modell „Pilger“ (ab ca. 2.500 Euro) ein für Touren und Reisen entwickeltes Fatbike im Programm hat. Die Verbindung aus Reifenmaß und dem geringen Luftdruck von kaum 0,5 bar, mit dem die Reifen gefahren werden, garantiert Vortrieb auf losem Untergrund.
    „Zwar verlangen die dicken Reifen einen spezielle Rahmen und Gabeln, also ein neues Fahrrad, ist man aber erst einmal in den Fahrgenuss eines solchen Fatbikes gekommen, kann der Winter plötzlich nicht schneereich genug sein“, zeigt sich Fehlau als bekennender Fatbike-Fan begeistert.

    Quelle: Pessedienst Fahrrad

    RadReiseRegionen zertifiziert

    Modellregionen Prignitz und Naturpark Lahn-Dill-Bergland erhalten Auszeichnung

    Die ADFC-Qualitätsradrouten sind inzwischen vielen Radreisenden ein Begriff.

    RadreiseRegionen

    Bild: ADFC

    Über 40 Radfernwege wurden bereits von geschulten ADFC-Scouts geprüft und bewertet. Jetzt geht der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) noch einen Schritt weiter: mit der ADFC-RadReiseRegion – das neue Qualitätslabel für fahrradfreundliche Reiseziele. Als erste ADFC-RadReiseRegionen sind jetzt auf der TourNatur 2013 in Düsseldorf die beiden Modellregionen Prignitz und Naturpark Lahn-Dill-Bergland ausgezeichnet worden.

    Qualitätsradrouten

    Aufbauend auf der Klassifizierung von ADFC-Qualitätsradrouten haben die Tourismusexperten des ADFC die bewährten Kriterien für touristische Regionen weiterentwickelt und ergänzt. Als ADFC-RadReiseRegion können sich nur Regionen zertifizieren lassen, die bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Hierzu gehören eine einheitliche Wegweisung und die Einsetzung eines vom ADFC geschulten Qualitätsbeauftragten für die Region.

    Darüber hinaus müssen mindestens 10 regionale Radrouten vorhanden sein, die die gesamte Region erschließen. Ausgewählte Übernachtungsorte müssen zudem bestimmte Serviceangebote wie Informationsbüros und Informationstafeln für Radfahrer anbieten und das Thema Radfahren prominent auf der eigenen Internetseite platzieren.

    Das System besteht aus vier Bausteinen

    Das Zertifizierungssystem für ADFC-RadReiseRegionen besteht aus vier Bausteinen: Radwege, Touristische Dienstleistung, Vermarktung und Mobilität. Die Qualität der Radwege in einer Region wird anhand der ausgewählten regionalen Routen beurteilt. Dabei spielen Breite, Oberfläche, Wegweisung, Routenführung und Verkehrssicherheit eine Rolle.

    Bei den touristischen Dienstleistungen können die Regionen mit einem guten Angebot an Beherbergung und Gastronomie punkten, wichtig sind hier aber auch die zur Verfügung stehenden Informationsmaterialien sowie die Serviceangebote rund um das Fahrrad wie Vermietung und Reparaturservice.

    Die Vermarktung

    Des Weiteren wird die Vermarktung der Region mit all ihren Produkten, Reiseangeboten und Events geprüft. Auch die Vielfalt und Aktualität der Kartenmaterialien und der Internetpräsentation werden berücksichtigt. Zuletzt begutachten die Prüfer des ADFC in der Kategorie Mobilität, ob eine gute Erreichbarkeit der Region und ihrer Übernachtungsorte mit öffentlichen Verkehrsmitteln inklusive Fahrradmitnahme gewährleistet ist.

    Prignitz und Lahn-Dill haben Vorraussetzungen erfüllt

    Die beiden Modellregionen Prignitz in Brandenburg und der Naturpark Lahn-Dill-Bergland im nordwestlichen Hessen haben die Kriterien zur Zertifizierung als ADFC-RadReiseRegion erfüllt. Sie werden heute auf der Tourismusmesse TourNatur 2013 in Düsseldorf als erste ADFC-RadReiseRegionen ausgezeichnet. Für den Tourismusverband Prignitz e. V. nimmt der Geschäftsführer Uwe Neumann, für den Naturpark Lahn-Dill-Bergland der stellvertretende Vorsitzende Rolf Koch die Urkunde entgegen.
    Mehr Informationen zur Zertifizierung von ADFC-RadReiseRegionen gibt es auf www.adfc.de/radreiseregion.

    Quelle: http://www.adfc.de/presse/pressemitteilungen/erste-adfc-radreiseregionen-zertifiziert

    Merkel stärkt Radverkehr

    Merkel auf der Eurobike

    Angela Merkel stärkt Radverkehr

    Angela Merkel stärkt Radverkehr


    Merkel hat sich im Rahmen der Fahrradmesse Eurobike für eine längst überfällige Stärkung des Fahrradverkehrs ausgesprochen. In einem jüngst veröffentlichen Video-Podcast sagte die Kanzlerin, dass das Fahrrad ein modernes Verkehrsmittel des 21. Jahrhunderts werden solle. Velovillage und der ADFC begrüßen dieses wichtige politische und nicht zuletzt ökonomische Signal: „Das Fahrrad ist an der Spitze der Politik, vor allem aber in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Ein großer Erfolg des Fahrrades und des ADFC“, sagt ADFC-Bundesvorsitzender Ulrich Syberg. „Seit über 30 Jahren vertreten wir überzeugend das Fahrrad; inzwischen auch im Berliner Politikalltag. Das trägt jetzt Früchte.“

    Merkel trifft auf Ulrich Syberg

    Angela Merkel eröffnete die Eurobike und traf dort auf Ulrich Syberg. Der Besuch der Bundeskanzlerin Angela Merkel ist auch auf die Bemühungen des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs zurückzuführen. „Mitten im Wahlkampf nimmt sich Angela Merkel Zeit für die Eurobike. Das zeigt, dass sie die Radfahrer als wichtige Wählergruppe und die Fahrradbranche als bedeutenden Wirtschaftsfaktor erkannt hat. Es war allerhöchste Zeit!”, sagt Ulrich Syberg.

    Das Fahrrad als Verkehrsmittel gewinnt an Relevanz

    Informationen zufolge begrüßt der der ADFC, dass Angela Merkel das Fahrrad als wichtigen Baustein der Mobilität nannte. Sinngemäß sagte Ulrich Syberg vom ADFC, dass der moderne Stadtverkehr nur noch funktionieren kann, wenn man die „richtigen“ Verkehrsmittel für die vielen unterschiedlichen Wege benutzt.

    Fahrräder müssen Willkommen sein

    Das so prominente Personen wie unsere Bundeskanzlerin auf dieser Messe aufschlagen ist, ist schon mal ein Erfolg für sich. Wenn sich aber die Rahmenbedingungen der Fahrradfahrer verbessern, werden sicher viel mehr Menschen auf das Rad umsteigen und die Umwelt signifikant entlasten. Dazu muss aber gewährleistet werden, dass man seinen Drahtesel sicher abstellen kann und natürlich auch überall willkommen ist.

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    Die Verantwortung liegt bei den Kommunen

    Die Kommunen sind laut Angela Merkel dafür verantwortlich das Fahrrad weiter zu etablieren. Jeder Kommunalpolitiker, alle Verwaltungszuständige und last at not least jeder Bürgermeister muss den Fahrradverkehr zur Chefsache machen. Nun ist die Kanzlerin am Zug. Sie muss jetzt die Umsetzung langer vernachlässigter Fahrradverkehrsförderung in Gang setzen.

    Weitere Informationen

    Quelle: ADFC

    Emanuel Erdmann

    Parken auf Radwegen ist grundsätzlich verboten

    Parken verboten

    Parken auf Radwegen ist grundsätzlich verboten.

    Parken auf Radwegen verboten - Velovillage

    Bild: ADFC/Jens Schütte

    Autofahrer dürfen auf Radwegen nicht parken oder halten. Das gilt auch für Radwege, die nicht mit dem blauen Verkehrszeichen als benutzungspflichtig gekennzeichnet sind. Auf diese klare Regel macht der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) aufmerksam. Der Tatbestandskatalog, mit dem Polizei und Ordnungsbehörden arbeiten, enthält seit 01. April ausdrücklich Verstöße gegen das Halte- und Parkverbot auf Radwegen ohne Benutzungspflicht.

    Falschparken kostet mindestens 20 Euro

    „Die ergänzten Tatbestandsnummern erleichtern die Verkehrsüberwachung“, sagt Roland Huhn, Rechtsreferent des ADFC. „Verbotenes Halten und Parken zu Lasten von Radfahrern kann nun einfacher erfasst und geahndet werden.“ Seit 1. April kostet Falschparken auf Radwegen nach dem neuen Bußgeldkatalog mindestens 20 Euro, mit Behinderung anderer oder mit mehr als einer Stunde Parkdauer 30 Euro – und 35 Euro, wenn beides zutrifft. Halten auf Radwegen wird mit zehn Euro geahndet und mit 15 Euro, wenn Radfahrer behindert werden.

    Es darf abgeschleppt werden

    Falschparker müssen nicht nur Verwarnungsgelder fürchten. Ihr Auto darf abgeschleppt werden, wenn es Radfahrer behindert (Oberverwaltungsgericht Münster, 5 A 954/10). Roland Huhn: „Der Falschparker muss den Radweg nicht einmal ganz versperren. Dem ADFC ist kein Fall bekannt, in dem Verwaltungsrichter das Abschleppen vom Radweg als rechtswidrig beanstandet haben.“

    Quelle: http://www.adfc.de/presse/pressemitteilungen/parken-auf-radwegen-grundsaetzlich-verboten

    Appell

    Velovillage appelliert trotzdem alle Radfahrer auch Rücksicht auf die Autofahrer zu nehmen. Es gibt zu wenig Parkplätze und das ist von den Behörden offensichtlich auch so gewollt. Künstliche Verknappung um abzukassieren. Also wenn es möglich ist macht doch einfach einen Schlenker um das Auto das Euch behindert und lasst es gut sein. Es gibt ja immer wieder militante Radfahrer, die einen Abschleppdienst rufen oder gar den Spiegel abtreten. Das muss nicht sein. Wir von Velovillage sind für ein friedliches Miteinander – auch im Straßenverkehr.

    Fahrverbot für Fahrradfahrer

    Alkohol am Lenker

    Wer kennt es nicht? Eine Party steht an und man denkt: “Da lasse ich das Auto lieber stehen und fahre einfach mit dem Fahrrad dorthin und spare mir das Taxigeld” Das kann sehr nach hinten losgehen, wenn man auf dem Heimweg dann in eine Polizeikontrolle gerät, oder gar einen Unfall verursacht.

    Fahrradfahrer im  Biergarten

    Quelle: ADFC/Marcus Gloger


    Wer mit dem Fahrrad fährt muss aufpassen. Seit Mitte letztes Jahr, wurde das erste Fahrverbot für Fahrradfahrer rechtskräftig. Ein Mann aus Münster war mit zwei Promille Alkohol im Blut bei einer Verkehrskontrolle erwischt worden. Die Stadt Münster verhängte daraufhin ein Fahrverbot für den betrunkenen Radler.

    MPU (Medizinisch Psychologische Untersuchung) auch für Fahrradfahrer

    Ist einem erstmal die Fahrerlaubnis für das Fahrrad entzogen worden, muss der Verkehrsteilnemer eine MPU erfolgreich absolvieren, um wieder auf das Fahrrad zu steigen. Der Autoführerschein ist dann erst recht erstmal weg.

    Promillegrenze für Fahrradfahrer

    Wenn man auf dem Fahrrad unterwegs ist und beispielsweise Schlangenlinien fährt, oder gegen die Verkehrsregeln verstößt und andere Verkehrsteilnehmer gefährdet, muss schon mit dem Entzug der Fahrerlaubnis rechnen.
    Richtig ernst wird es auf jeden Fall ab einem Blutalkoholwert von 1,6 Promille, denn dann bewegt man sich im Straftatsbereich und das auch ohne Gefährdung anderer oder einem Unfall. Es droht nicht nur ein Fahrverbot für Radfahrer, sondern eine Strafanzeige, ein Ermittlungsverfahren und eine Gerichtsverhandung. Es gibt punkte in Flensburg und eine ordentliche Geldstrafe (ein bis zwei Monatsgehälter plus Verfahrenskosten). In Ausnahmefällen kann es sogar zu einem Jahr Haft kommen. Der Führerschein ist dann auf jeden Fall weg und kann nur durch die MPU wiedererlangt werden. Da kommen je nach dem wie man sich anstellt nochmal 2000 – 3000 Euro auf einen zu.

    Die Kosten und der Ablauf

    Auf eine MPU sollte man sich gründlich vorbereiten, denn die Gutachter kennen ihre Pappenheimer schon längst und werden nicht einfach glauben, dass es nicht wieder vorkommen wird. Es sollte ein Alkoholscreening vorgenommen werden, das beweist wie lange man schon Alkoholfrei lebt. So ein Screening kostet für 6 Monate etwa 250 Euro und für 12 Monate 380 Euro.
    Die Gutachter erwarten, dass sich der Verkehrsteilnehmer mit seinem Alkoholmissbrauch auseinander gesetzt hat. Das kann man mit einer Teilnahme einer MPU-Vorbereitung dann sich bescheinigen lassen. das kostet je nach Anbieter 1000 – 1500 Euro. Vorsicht bei Anbietern, die versprechen einen in jedem Fall durch zu bringen.
    Tja und die MPU selbst kostet dann nochmal 383,18 Euro – in Verbindung mit der Einnahme von Drogen sogar 724,12 Euro.
    Velovillage empfiehlt daher beim nächsten Reggaekonzert das Fahrrad stehen zu lassen, oder nüchtern zu bleiben.

    Ride on

    Dienstwagenprivileg gilt jetzt auch für Fahrräder

    Auch für Fahrräder gilt jetzt das sogenannte Dienstwagenprivileg:

    E-Bike_Mobility

    Foto: ADFC


    Arbeitnehmer, deren Arbeitgeber ihnen ein Dienstfahrrad stellt, können damit ihr Fahrzeug pauschal mit monatlich 1 Prozent des Listenpreises versteuern. Der ADFC hatte sich zusammen mit anderen Verbänden und Unternehmen aus der Fahrradbranche für die steuerliche Gleichstellung eingesetzt.

    Regelung tritt rückwirkend in Kraft

    Die neue Regelung gilt laut Erlass der Finanzminister der Bundesländer rückwirkend für das Jahr 2012 für alle Fahrräder – inklusive Pedelecs, deren Motor den Fahrer nur bis zu einer maximalen Geschwindigkeit von 25 km/h unterstützt. Bekommt der Arbeitnehmer vom Arbeitgeber ein Dienstrad gestellt, muss dieser den geldwerten Vorteil nur mit 1 Prozent des Listenpreises monatlich versteuern. Im Gegensatz zu der Regelung bei Dienstwagen muss der Arbeitsweg nicht versteuert werden.

    Dienstfahrräder nicht länger benachteiligt

    Dienstfahrräder mussten bislang komplett versteuert werden und waren somit gegenüber Dienstwagen benachteiligt. Der ADFC zeigt sich erfreut über die Entscheidung der Finanzminister: „Die steuerliche Gleichstellung gibt Firmen einen attraktiven Anreiz, ihren Mitarbeitern verstärkt Pedelecs und Fahrräder als Dienstfahrzeuge anzubieten“, sagt ADFC-Bundesgeschäftsführer Burkhard Stork. „Das entlastet die Straßen deutlich vom Autoverkehr.“

    Zudem seien 45 Prozent aller Arbeitsweg kürzer als zehn Kilometer – eine ideale Distanz, um sie mit dem Fahrrad oder Pedelec zurückzulegen.

    Quelle: http://www.adfc.de/news/dienstwagenprivileg-gilt-jetzt-auch-fuer-fahrraeder